Nepal steht unter dem Einfluss des sommerlichen Südostmonsuns (Mitte Juni bis Ende September), der 80-90% der Jahresniederschlagsmengen bringt, und des trockenen, winterlichen Nordwestmonsuns. Winterregen fallen mit von Westen kommenden Zyklonen. Über der heißen Monsunzone des Terai und der Gebiete bis um l 500 m (Jahresmittel der Temperatur 25 °C bei Extremwerten von 44 bzw. 2 °C; über 2 000 mm Niederschlag pro Jahr) folgen die gemäßigt-warme (bis um 2 200 m) und die gemäßigt-kühle Monsunzone (bis über 4000m); in letzterer schwindet der Einfluss des Sommermonsuns. Im Mittelgebirgsbereich liegen die Jahresmitteltemperaturen zwischen 16 und 21 °C, die durchschnittlichen Niederschläge bei L 500-2000 mm pro Jahr. Die Hochgebirgsregion zeichnet sich durch besonders kalte Winter und geringere Niederschläge aus. Jenseits des Himalajahauptkammes erstreckt sich im Nordwesten eine Trockenzone mit stellenweise weniger als 250 mm Jahresniederschlag. Winter Die winterliche Jahreszeit mit angenehmen Temperaturen umfasst die Monate Januar und Februar. Trockene und sehr kalte Luft fließt dann aus Zentralasien über die Ketten des Himalaya hinab und erreicht den Südfuß des Gebirges als angenehm kühle Luft. Frühjahr Die heiß-trockene Jahreszeit des Vormonsuns umfasst die Monate März bis Mai. Wegen steigender Sonneneinstrahlung steigen die Temperaturen rasch an und werden vielfach als unerträglich empfunden. Der Mai ist im Tiefland der heißeste Monat, im Gebirge ist es der Juni. Der Luftdruck fällt am Fuße des Himalaya und zieht in breiter Front Luftmassen aus dem Bereich des Golfs von Bengalen an: Der Monsun bricht herein. Sommer Die Monsunzeit dauert von Juni bis September. Die warmen Luftmassen aus dem Golf von Bengalen sind mit großen Mengen Wasserdampf gesättigt. Schon über dem flachen Land führt dieser zu starken Niederschlägen, wie sie in Mitteleuropa unbekannt sind, und zu andauernder Schwüle. Im Stau des Himalaya, an dem die Luftmassen aufsteigen und sich dabei abkühlen, wachsen die Niederschlagsmengen ins schier Unvorstellbare. Im Klimadiagramm sind sie kaum noch maßstabsgerecht darzustellen, wohl aber die mit dem Regen verbundene Abkühlung (Delle im Temperaturband). Frühherbst Die Monsunzeit ist immer wieder von regenarmen Zeitabschnitten unterbrochen. Gegen Ende der Sommermonsunzeit ab Ende August werden diese Regenpausen häufiger und länger: Der Monsun zieht sich zurück. Spatherbst Die Nach-Monsunzeit dauert von Oktober bis Dezember und wird häufig mit der erstgenannten Winterzeit zu einer, der dritten Jahreszeit, zusammengefaßt. Der Wind weht wieder aus dem nördlichen Sektor. |